Kontakt  |  Impressum  |  Facebook
Herla. Hörsysteme. Brillen. Kontaktlinsen. Passfotos.
Herla
Schön, dass Sie uns hier besuchen. Wissenswertes über Augenoptik und Hörsysteme-Akustik finden Sie auf unseren folgenden Seiten.
Claußenstr. 4, 26919 Brake
Telefon: 04401 - 41 10
Öffnungszeiten:
Montag - Freitag
8.30 - 18.00 Uhr
Samstag
8.30 - 12.30 Uhr
Jetzt durchgehend geöffnet

„Was man dort erlebt, verändert die Sichtweise“

1000 Kinder Sehen & Hören

Für die meisten ist es selbstverständlich, die Lieblingsmusik zu hören oder ein interessantes Gespräch zu führen. Dass es jedoch viele Menschen gibt, denen das im Leben fehlt, musste Lars Herla im Mai vergangenen Jahres feststellen, als er mit einem Team aus 30 Optikern und Akustikern die ukrainische Stadt Odessa bereiste.

Über die Aktion „1000 Kinder Sehen und Hören“, die vom deutschen Round Table Club ins Leben gerufen wurde, versorgte der Braker damals 500 schwer hör- und sehgeschädigte Kinder mit Hörgeräten und Brillen. „Ich habe beide Berufe gelernt, und es war eine großartige Gelegenheit, diese Fähigkeiten für einen guten Zweck anzuwenden“, erzählt der Augenoptiker und Hörgeräteakustikermeister.

Seit nunmehr 16 Jahren ist Herla Mitglied im Braker Round Table Club – ein Service Club, der sich auf lokaler wie internationaler Ebene ehrenamtlich für Bedürftige einsetzt. Die Gemeinschaft organisiert unter anderem Events wie „Rock in the Factory“ oder den OLB-Eon-Lauf. Dabei sammelt der Club Gelder, die einem wohltätigen Zweck zugute kommen. Lars Herla ist Mitorganisator der ersten Stunde, doch besonders die Versorgungsfahrt nach Odessa hat bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Was man dort erlebt, verändert die Sichtweise auf viele Dinge. Wer von dieser Fahrt nichts mitnimmt, ist entweder kaltherzig oder hat nicht richtig hingeschaut“, sagt Herla.

In Deutschland werden die Kosten für ein Hörgerät von den Krankenkassen übernommen, doch in der Ukraine sei das nicht der Fall. Die Hörgeräte müssten rein privat finanziert werden, so Herla. „Mit einem Durchschnittseinkommen von 200 Euro sind die Hörgeräte, die um die 700 Euro kosten, für viele unerschwinglich“, beschreibt der 42-Jährige die Situation in Odessa. Zudem beklagt er, dass Kinder dort mit Antibiotika behandelt würden, die zu starken Schädigungen des Gehörs führen.

Vor Ort in Odessa wurden die Hörhilfen angepasst und bis zu 100 Ohrstücke pro Tag gefräst. „Das Erlebnis, wenn Kinder das erste Mal ihre eigene Stimme hören, ist schon ein sehr besonderes. Sie gaben einfach nur Laute von sich, aus Freude über das neu gewonnene Hörvermögen“, erzählt der gebürtige Braker begeistert.


NWZ vom 6.2.2012